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Tipps für Frauen ohne Orgasmus - Erfahrung

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Grundsätzliches und Konzepte für Frauen, denen es schwer fällt, einen Orgasmus erleben zu lernen


Wenn wir geboren werden, ist ein Orgasmus (sexueller Höhepunkt) eine reflexhafte Antwort auf sexuelle Stimulierung. Falls unser Körper genug sexuelle Reizung erfährt, und als Ergebnis genügend sexuelle Spannung entwickelt, werden wir einen Orgasmus erleben. Es ist womöglich viel einfacher für ein zweijähriges Mädchen, seinen ersten Orgasmus zu bekommen, als für eine zwanzigjährige Frau: als Ergebnis davon, dass das Kind seine Geschlechtsteile anfasst, weil das sich gut anfühlt, erlebt es einen Höhepunkt. Es weiss nicht einmal, dass es masturbiert, oder was ein Orgasmus ist. Es weiss nur, was gute Empfindungen bringt.


Wenn wir älter werden, wird der Orgasmus eine gewollte Reaktion. Es ist nicht mehr einfach so, dass wir unser Geschlecht berühren, weil es gut tut, und dass wir dabei einen Orgasmus erleben. Wir denken nun darüber nach, was wir tun, und wissen, dass wir uns sexuell selbst befriedigen bzw. reizen. Wir masturbieren absichtlich, weil wir einen Orgasmus erleben wollen. Natürlich beeinflussen all die negativen Gefühle und Ideen, die uns die Gesellschaft vermitteln, unser Denken. Wir alle haben gewisse Erwartungen und Überzeugungen, die unsere Handlungen bestimmen. Unser Bewusstsein richtet Bedingungen ein, die uns das Erleben eines Orgasmus nur erlauben, wenn diese Bedingungen erfüllt sind. Weil bzw. solange Ihr Gehirn "Nein" sagt, werden Sie keinen Höhepunkt erleben können, auch wenn Ihr Körper "Ja" sagt.


Eine weitere mögliche Benachteiligung für eine Zwanzigjährige mag darin liegen, dass die Nervenbahnen, die sexuelle Reize ins Hirn übertragen, die letzten zwanzig Jahre brach gelegen haben. Was passiert, wenn ein Körperteil über eine längere Zeit nicht benutzt wird? Es schrumpft, reagiert nicht mehr, wird unbeweglich, kann nicht gebraucht werden. Je mehr etwas genutzt wird, desto mehr entwickelt es sich; wenn die Klitoris einer Frau zwanzig Jahre ohne Gebrauch gewesen ist, ist es dann vernünftig anzunehmen, dass sie weniger gut funktioniert als eine, die in dieser Zeit "gearbeitet hat"? Es mag für eine Frau notwendig werden, ihre Nerven wieder in Gang zu setzen, so dass diese die sexuellen Reizungen zu ihrem Gehirn übertragen können. Sie wird erst krabbeln müssen, bevor sie gehen und danach rennen kann. Je mehr Höhepunkte eine Frau hat, desto einfacher sind sie zu erlangen. Der erste Orgasmus ist normalerweise der am schwersten zu erreichende.


Gute Spannung und Schlechte Spannung.


Ein Orgasmus ist die Lösung sexueller Spannung im Körper. Sexuelle Spannung entsteht aufgrund sexueller Reize und Erregung, durch sexuelle Gedanken, Anblicke, Selbstbefriedigung und Sex mit einem Menschen. Es gibt auch eine Form von Spannung, die herrührt von unerfreulichen, negativen Gefühlen in uns selbst oder auch gegen das uns umgebende Geschehen. Dies ist ein Abwehr-Mechanismus, den ich hier "schlechte Spannung" nennen will. Wenn Sie einen sexuellen Höhepunkt erleben wollen, brauchen Sie Entspanntsein und ein gutes Gefühl zu Ihnen und Ihrer gerade herrschenden Situation gegenüber. Wenn ihr Körper angespannt, verspannt ist aufgrund der "schlechten Spannung", ist es weniger wahrscheinlich, dass eine Frau einen Orgasmus haben kannst, selbst wenn sie hoch erregt ist und dies sehr begehrst.


Wenn Sie eine Ihrer Hände zu einer Faust ballen, und dann mit der anderen Hand diese Faust umschliessen und dadurch eine zweite Faust erzeugen, haben Sie ein Beispiel für sexuelle Spannung unter schlechter Spannung: eine Faust in einer zweiten. Wollen Sie die zuerst geballte Faust öffnen, die die sexuelle Spannung darstellen soll, um dadurch Ihre sexuelle Spannung in einem Höhepunkt zu erlösen, können Sie das nicht wegen der zweiten Faust, der "schlechten", negativen Spannung, die das Öffnen verhindert. Erst wenn Sie die zweite Faust öffnen, Ihre negative Spannung frei lassen, können Sie Ihre erste Faust aufmachen, einen Orgasmus haben. Viele Frauen werden während des Masturbierens so angespannt und bekommen dadurch so viel Frust, unschöne Gefühle, Befürchtungen und Unruhe, dass sie ihren Körper als Folge wie in eine fest umklammernde Faust einwickeln, die ihren Orgasmus verhindert. Die sexuelle Spannung ist da, aber kann nicht abgelassen werden. Wenn kein Höhepunkt eintritt, baut sich die sexuelle Spannung sehr langsam ab, Sie fühlen sich dann sexuell enttäuscht, frustriert.


Wie löst man negative Spannung?


Sie müssen lernen, negative "schlechte" Spannung zu erkennen und los zu werden. Der einfachste und schnellste Weg ist tiefes Atmen: Schliessen Sie Ihre Augen, atmen Sie durch Ihre Nase tief ein, möglichst in den Körper/Bauch, und durch den Mund tief wieder aus (nicht schnell, lieber tief und ruhig, und tiefer aus als ein). Sie sollten die Spannung von Ihrem Körper weichen fühlen. Sie könnten sich angewöhnen, dieses tiefe Atmen vor Beginn einer Selbstbefriedigung zu vollführen, und zu jeder Zeit des Tages, wenn Sie Sich belastet fühlen.


Finden und nehmen Sie sich Zeit für Sie. Wenn Sie allein leben, wird das weniger eine Herausforderung sein, aber wenn Sie mit Ihrer Familie zusammen leben, kann es eine der schwierigsten sein. Falls Sie Kinder haben, lassen Sie Ihren Mann oder Lebenspartner, Ihre Eltern oder einen Nachbarn/eine Nachbarin die Kinder jede Woche für ein oder zwei Stunden zu sich nehmen; wenn für nichts anderes, dann dafür, die Wäsche mal stehen zu lassen, oder ein ausgedehnteres Essen zu geniessen. Nehmen Sieein heisses Bad, oder eine heisse Dusche, lassen Sie die Hitze in Ihren Körper dringen. Wenn Sie am Arbeitsplatz duschen können, nutzen Sie es. Nehmen Sie tiefe Atemzüge. Nehmen Sie sich Zeit, Ihren Körper zu erforschen, und berühren Sie ihn/sich. Wenn Sie sich gut und entspannt fühlen, reiben Sie sich sanft trocken. Reiben Sie sich eine gute Lotion auf den ganzen Körper. Fühlen, erkunden, reizen Sie Ihren Leib.


Wenn Sie zu Hause sind, legen Sie sich auf Ihr Bett, strecken Sie sich auf Ihrem Sofa aus, oder legen Sie sich auf eine weiche Unterlage auf den Boden, nackt, wenn Sie sich dabei wohl fühlen. Wenn Sie auf der Arbeit sind, finden Sie ein ruhiges Eckchen, oder gehen Sie in den Park, oder setze Sie sich auf einem Parkplatz etwas abseits in Ihren Wagen. Sie können angezogen bleiben, am besten in weit sitzender Kleidung. Vielleicht könnten Sie dann nacheinander jeden Muskel in Ihrem Körper anspannen und wieder entspannen. Denken Sie stark an einen Bereich Ihres Körpers, und spannen und lockern Sie die Muskel dort. Denken Sie an Ihre Hand und machen Sie eine Faust, dann öffnen Sie sie wieder. Drücken Sie Ihre Zunge gegen Ihren Daumen, um Ihre Kiefermuskeln anzuspannen, beissen Sie die Zähne aber nicht zusammen. Kräuseln Sie kräftig Ihre Gesichtsmuskeln. Denken Sie an Ihre Schenkel und spannen Sie deren Muskeln an. Sie können auch Ihre Arme und Beine gegen das Bett oder den Stuhl pressen, um gewisse Muskeln anspannen zu können. Stellen Sie sich vor, Sie würden Wasser lassen und den Fluss unterbrechen, so dass Sie Ihre Beckenmuskeln anspannen, was auch bei Übungen nach Kegel gemacht wird. Starten Sie an einem Punkt Ihres Körpers, sagen wir am linken Fuss, und arbeiten Sie sich die linke Seite Ihres Körpers hinauf, arbeiten Sie sich dann an Ihrer rechten Seite wieder hinab. Mit Übung werden Sie jeden einzelnen Muskel Ihres Körpers kennenlernen können. Lernen Sie die verschiedenen Gefühle von einem angespannten und einem entspannten Muskel zu unterscheiden. Vergessen Sie nicht das tiefe Durchatmen, ein durch Ihre Nase, aus durch Ihren Mund.


Masturbieren lernen.


Wenn Sie es gelernt haben, Ihren gesamten Körper zu entspannen und wissen, wann Sie entspannt und ruhig sind, legen Sie sich auf ein Bett, setzen Sie sich auf einen bequemen Stuhl oder Sessel, und beginnen Sie langsam Ihren nackten oder halbnackten Körper zu erforschen, zu erkunden. Streichen Sie Ihre Finger und Hände über Ihren Körper. Reiben Sie sich Creme oder Lotion in Ihr Gesicht und auf Ihren Körper. Entdecken Sie Ihre Brüste, spielen Sie mit Ihren Brustwarzen. Streicheln Sie Ihre Beine und Schenkel. Umschliessen Sie Ihre Vulva, Ihr Geschlecht, mit Ihrer Hand und reiben Sie sanft in kleinen Kreisen. Stimulieren Sie Ihren Körper, aber versuchen Sie nicht, einen Orgasmus hervorzurufen. Erzeugen Sie für sich angenehme, gute Gefühle, machen Sie, dass Sie sich wohl fühlen. Wenn Ihnen etwas nicht gefällt, versuchen Sie eine andere Sache. Versuchen Sie, diese schlafenden Nervenenden zu wecken. Wenn Sie fühlen, dass sich bei Ihnen eine Verspannung, eine negative Anspannung aufbaut, beenden Sie Ihre aktuelle Handlung, atmen Sie tief und ruhig, entspannen Sie sich wieder. Üben Sie dieses Vorgehen so oft wie möglich, nicht länger als eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten auf einmal. Das Ziel dieser Übung ist es, dass Sie sich wohlfühlen und gleichzeitig entspannt sind, und nicht, dass Sie zum Orgasmus kommen. Vielleicht möchten Sie schon ein bisschen Erregung fühlen, aber "in Frieden" und ohne Zwang, weiter gehen zu müssen.


Nachdem eine Frau es erreicht hast, sich gut dabei zu fühlen, wenn sie ihren Körper erkundet und berührt, möchte Sie vielleicht direktere Mittel einsetzen, um ihr Geschlecht zu erregen. Führen Sie Ihre Finger durch die Pforten Ihrer Vulva und massieren und spielen Sie mit Ihren inneren Schamlippen. Vielleicht ziehen Sie leicht oder fest an ihnen; streichen Sie Ihre Finger zum oberen Teil Ihrer Vulva und setzen Sie sie auf die Spitze Ihrer Klitoris, Ihres Kitzlers; fühlen Sie die Wärme und Festheit Ihrer Klitoris. Bewegen Sie sanft Ihre Finger auf und ab, um sie herum, vielleicht lassen Sie sie sogar wild "tanzen". Lassen Sie das lockere Gewebe über Ihrer Clitoris über die Wurzel und das Köpfchen (die Eichel) Ihrer Klitoris gleiten und rutschen. Wenn Sie das Bedürfnis nach Ausgefülltsein bekommen, führen Sie einen oder zwei Finger in Ihre Scheide. Denken Sie daran, tief durch zu atmen. Prüfen Sie kurz nach: sind Sie entspannt? Wenn nicht, beenden Sie das Selbstbefriedigen und beginnen Sie Ihre Entspannungsübungen. Auch dies alles sollte jedesmal nur 15-20 Minuten andauern, am besten nicht länger als eine halbe Stunde in diesem Stadium. Sie wollen sich ja richtig rundum wohl fühlen, aber nicht absichtlich versuchen, einen Orgasmus zu haben. Wenn Sie "kommen", einen Höhepunkt haben, soll es ja eine absolute Überraschung sein. Wenn Sie in Gedanken bei einem baldigen Orgasmus sind, müssen Sie "runterschalten", entspannen, Ihre Gedanken umsteuern; Sie wollen Ihr Gehirn nicht wissen lassen, dass Sie dabei sind, einen Orgasmus zu bekommen.


Versuchen Sie das Entspannen und Masturbieren einige Mal bei jeder Sitzungsgelegenheit; entspannen Sie sich fünf Minuten, erregen Sie sich dann zehn Minuten lang, beruhigen Sie sich wieder fünf Minuten, masturbieren Sie wieder zehn Minuten. Und wenn Sie fühlen, dass Sie zehn Minuten masturbieren können, ohne dass Sie sich dabei verspannen, tun Sie es 15 Minuten lang, dann 20 Minuten, dann eine halbe Stunde.


Sie werden wohl beim ersten Mal oder den ersten paar Malen Ihrer Übungen keinen Höhepunkt erreichen, also versuchen Sie es auch nicht. Geniessen Sie einfach die Freuden dabei, wie angenehm es ist, wenn Sie sich selbst berühren. Wenn Sie an einem Punkt plötzlich spüren, dass Ihr Körper sehr angespannt ist, üben Sie zu sehr, zu stark; üben Sie es, sich an Sich zu erfreuen, nicht einen Höhepunkt zu erreichen. Sie wollen sich mit einem Orgasmus selbst überraschen. Wenn Sie sich an der Schwelle zu einem Orgasmus fühlen, aber nicht "kommen" können, versuchen Sie Ihre Übungen vielleicht zu hart: Sie können Ihren Körper zu einem Orgasmus nicht zwingen.


Sex braucht schmutzige Gedanken.


Falls Ihr Gehirn nicht in der Stimmung für Sex ist, ist es unwahrscheinlich, dass Sie einen Höhepunkt erleben können. Ausserdem fühlen sich Ihre Geschlechtsteile wohl taub an, oder sind superempfindlich. Sexuelle Fantasien sind für Selbstbefriedigung und Orgasmus notwendig. Sie müssen offen an Sex denken und eine Fantasiewelt aufbauen können. Wenn Sie keine eigene sexuelle Situation fantasieren können, lesen Sie ein entsprechendes Buch oder Magazin. Zum Beispiel eine romantische Geschichte, die Sie sexuell erregt. Es kann eine Frau in Stimmung bringen, wenn sie sich Bilder von Nacktheit oder Sexualität ansieht. Üben Sie, sich dahingehend aufzubauen und wolllüstig zu machen, bevor Sie das Masturbieren praktizieren. Denken Sie den ganzen Tag bei der Arbeit an Sex, nehmen Sie zuhause ein heisses Bad und denken Sie weiter an Sex, entspannen Sie sich im Bed und denken Sie wieder und weiterhin an Sex, lesen Sie eine Sexszene in einem Buch, oder schauen Sie sich erotische Bilder an. Wenn Sie sexuell erregt sind und Ihr Geschlecht wie Feuer brennt, dann beginnen Sie Ihre Geschlechtsteile zu verwöhnen. Denken Sie an die ruhige Vorgehensweise und bleiben Sie entspannt, bedenken Sie das Atmen.


Lernen Sie Ihren Körper kennen und lieben.


Sie müssen sich UNBEDINGT einen Spiegel nehmen, Ihre Geschlechtsteile anschauen und lernen, was sich dort befindet. Identifizieren Sie jedes noch so kleine Stück und Teil Ihres Geschlechts. Wenn Sie Ihre Geschlechtsorgane nicht ansehen und sich dabei mit sich selbst wohlfühlen können, wird es schwerer für Sie sein, sich selbst zu berühren und dieses zu geniessen. Bedenken Sie, wie auch immer Ihre Geschlechtsteile aussehen, sie sind völlig normal. Mindest einmal im Leben sollte sich jede Frau das Schamhaar kurz schneiden oder vielleicht eine Rasur vornehmen, um ihre Geschlechtsteile unbehindert ansehen und sie erforschen zu können. Sozusagen ihr Geschlecht das erste Mal nach Pubertät und Schamhaarwuchs wiederzuentdecken. Versuchen Sie es einmal, nackt durch's Haus zu hüpfen und alle Hemmung beiseite zu lassen.


Bei niemand ist der Körper makellos. Auch wenn Sie nicht vollständig glücklich mit Ihrem Körper sind, ihn gerne hier und da anders wünschen, müssen Sie ihn ansehen und berühren und die Freuden geniessen können, die er Ihnen bringen kann. Unabhängig von Ihrem Gefühl zu seinem Aussehen hat er ein grosses Vermögen, Ihnen Genuss zu erschaffen, wenn Sie es ihm erlauben.


Keinen Penis zu haben hat seine Vorteile.


Dass sie bei Erregung nicht mit einem aufgerichteten Penis umgehen müssen, erlaubt es den Frauen, auch vollständig bekleidet und in der Öffentlichkeit zu masturbieren. Wenn Sie also Schwierigkeiten haben, bis zum Orgasmus zu masturbieren, indem Sie Ihre Geschlechtsteile direkt berühren, behalten Sie Ihre Kleidung an und beginnen Sie, durch Ihre Wohnung zu gehen. Drücken und reiben Sie Ihr Geschlecht an alles (bzw. allem), was Sie finden können: die Ecken von Armlehnen, Waschmaschinen, Betten, Kissen, Ihr bevorzugtes Kuscheltier (grosse wirken besonders gut), was immer Sie wollen, versuchen Sie es. Kühles Metall auf nackter Haut kann einen herrlichen Reiz verursachen. Versuchen Sie, Sie sich als kleines Mädchen vorzustellen, das erkennt, dass es guttut, ihre Vulva an Gegenstände zu pressen. Wenn Sie etwas finden, das sich gut anfühlt, tun sie es damit eine Weile, hören Sie auf, fangen Sie wieder an, oder finden Sie etwas anderes. Es ist unwahrscheinlich, dass ein kleines Mädchen sein Geschlecht an etwas pressen würden, das ihm gute Empfindungen verschafft, und damit an einem Stück bis zum Orgasmus fortfahren würde. Es würde einfach immer wieder darauf zurückkommen, es immer wieder tun, bis es eines Tages wirklich sehr sehr gut täte. Wiederum: bleiben Sie entspannt, Sie wollen sich mit einem Orgasmus selbst überraschen. Vielleicht mögen Sie diese Übungen in Unterwäsche, im Nachthemd, oder sogar ganz nackt machen. Versuchen Sie Unterhöschen aus verschiedenem Material, um die passende Reibungsstärke zu finden. Versuchen Sie auch, Gleitmittel auf Ihre Vulva aufzutragen, um sie geschmeidig zu machen.


Vibratoren.


Jede Frau sollte mehr als einen besitzen. Wenn Sie sich gern mit den Fingern berühren und auf diese Art gut zu Orgasmen kommen, könnte trotzdem manchmal, wenn Sie eine schnelle Entladung brauchen, ein Vibrator dabei helfen. Wenn Sie noch lernen, einen Orgasmus zu bekommen, und Ihre Finger müde werden, kaufen Sie sich einen GUTEN elektrischen Vibrator. Nicht einen dieser billigen aus Plastik in Phallus-Form: nicht dass sie nicht von Zeit zu Zeit nützlich wären, aber sie werden Ihnen nicht über Jahre der Sinnlichkeit so dienlich sein wie eine 50-Euro-Ausgabe. Vielleicht bringt Ihnen das Einführen eines Vibrators in Phallusform gar nichts, oder aber andererseits mag für Sie solch ein Vibrator, den Sie in Ihre Vagina oder/und Ihren Anus einführen, der Schlüssel zum Orgasmus sein. Also probieren Sie Vibratoren am besten einmal aus.


Wenn Sie befürchten, davon abzustumpfen oder süchtig nach Ihrem Vibrator zu werden, gebrauchen Sie ihn auf einer niedrigen Vibrierstufe, und behalten Sie Ihre Unterwäsche an oder legen Sie ein Handtuch auf Ihre Vulva, um die Schwingungen zu dämpfen. Sie kommen dann wohl nicht so schnell zum Höhepunkt, aber vermeiden auch, dass Sie ständig intensive Reizung benötigen würden. Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn sie Ihren Vibrator hochschalten und einen schnellen Orgasmus bekommen, wenn Sie das so wünschen. Einige Frauen können nur orgasmieren, wenn sie einen Vibrator benutzen; sie sind nicht vibrator-süchtig, sie wissen nur was bei ihnen wirkt. Wenn etwas funktioniert, wird es benutzt. Sehen Sie es als Sex-Hilfsmittel, vergleichbar mit einer Geh-Krücke.


Ein Orgasmus ist und bleibt ein Orgasmus.


Was immer Sie für einen Orgasmus tun müssen, dieser Orgasmus ist ebenso ein Orgasmus wie der, den Sie durch den Penis Ihres Partners erleben, was nebenbei bemerkt eher unwahrscheinlich wäre. Wenn Sie für einen Orgasmus Ihr Kuscheltier oder Ihren Vibrator brauchen, dann nehmen Sie diese mit zu Ihrem Partner in's Bett. Täuschen Sie Orgasmen nie vor, das schafft nur Rückschläge.


Wenn Sie noch vor Ihrem ersten Orgasmus stehen, ist es meine Ansicht als Nicht-Profi, dass Sie besser auf vaginalen Geschlechtsverkehr mit Ihrem Partner verzichten, jedenfalls nicht auf regelmässiger Basis vaginal verkehren sollten. Sie sehen doch den Geschlechts-Akt nicht als alleinigen Grund und einzigen Antrieb dafür, Sex zu haben. Sie wünschen das Vorspiel als Hauptereignis: Umarmen und Küssen, das Reiben Ihrer Körper aneinander, Masturbieren und Verschaffen gegenseitiger Lust durch Masturbieren des/vom Partner, oder haben Sie Geschlechtsverkehr mit Mund und Zungen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Klitoris ebensoviel Zuwendung erfährt wie sein Penis. Leichte Fesselungen können dazu beitragen, dass Sie sich fallen, gehen lassen und einen Orgasmus haben können: wenn Sie festgebunden und ohne Kontrolle sind, können Sie nicht beeinflussen, was passieren mag, stimmt's? Wenn es Ihnen gefällt, sich durch vaginalen Geschlechtsverkehr gut, weiblich, Ihrem Partner nahe zu fühlen, steigen Sie gelegentlich in den Geschlechts-Akt ein, aber nicht oft. Und spielen Sie dabei nie nur vor, einen Orgasmus zu erleben.