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Menstruation und Sex

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Illustration by Patsy
Website FromLifeDrawings.com


Menstruation und der weibliche Zyklus spielen eine sehr große Rolle im Leben einer Frau: Angenommen, eine Frau beginnt im Alter von zwölf Jahren zu menstruieren und tut dies alle 28 Tage etwa fünf Tage lang, bis sie fünfzig Jahre alt ist, so verbringt sie im Schnitt sieben Jahre ihres Lebens damit. Zudem spielt womöglich der eine oder andere Aspekt ihres Menstruationszyklus dreißig Jahre oder länger eine Rolle in ihrem täglichen Leben. Dies führt dazu, daß der Menstruationszyklus einer Frau einen wichtigen Aspekt im Sexleben beider Partner darstellt.


In der heutigen Gesellschaft scheint es eine fast universelle Abneigung gegen menstruierende Frauen und Symbole der Menstruation zu geben. Warum assoziieren Leute die Menstruation mit etwas Schlechtem? Oft fürchten wir das, was wir nicht verstehen. Der Gedanke, daß eine Frau regelmäßig „blutet“ - im Gleichlauf mit den Mondphasen und ohne Zeichen von Krankheit -, hat für einige Leute etwas Erschreckendes. Soweit ich weiß, ist noch immer nicht genau bekannt, wie und warum sich der weibliche Körper in dieser Weise verhält. Der Geruch von Blut kann die Aufmerksamkeit fleischfressender Tiere erregen, so daß eine menstruierende Frau eine mögliche Gefahrenquelle für ihre Gruppe darstellt. Vielleicht ist dies der Grund, warum menstruierende Frauen oft von Gruppenaktivitäten ausgeschlossen wurden. Dem Menstruationsblut werden magische Eigenschaften nachgesagt, und daher war und ist es Bestandteil von Zaubertränken. Wer verwendet Zaubertränke? Normalerweise Hexen, Frauen mit mysteriösen Fähigkeiten. Es gibt Spekulationen, daß Männer lediglich neidisch auf Frauen sind und das, was sie niemals selbst erleben können, verdammt haben. Trotz der landläufigen Vorurteile bezüglich menstruierender Frauen sollte die Menstruation als ein normaler und gesunder Teil des Lebens von Männern und Frauen gesehen werden.


Hier sind einige kuriose die Menstruation betreffende Fakten:

  • Ohne Anwesenheit von künstlichem Licht läuft der Menstruationszyklus einer Frau synchron zu den Mondphasen. Ist dies der Fall, findet der Eisprung bei Vollmond statt, und die Menstruation beginnt bei Neumond.

  • Frauen, die zusammen leben, haben aufgrund der in ihrem Schweiß enthaltenen chemischen Stoffe ebenfalls einen synchronen Zyklus. Eine Studie zeigt, daß es genügt, eine Frau den Schweiß einer anderen Frau regelmäßig über drei Monate hinweg einatmen zu lassen, um ihre Periode an die der anderen anzugleichen - die Probandinnen mußten nicht einmal physisch in Kontakt kommen.

  • Zum Zeitpunkt ihres Eisprunges sind Gesichts- und Geruchssinn einer Frau verbessert, und sie hat ein erhöhtes Wohlbefinden.

  • Während der Menstruation sind Frauen anfälliger für Hautkrankheiten wie Akne oder Herpes sowie für Vaginalinfektionen.

  • Während der Menstruation riecht der Atem einer Frau leicht nach Zwiebeln.

Wir mögen zwar in der Lage sein, die interessanten Resultate zu sehen, verstehen jedoch nicht alle Aspekte der Menstruation und des weiblichen Zyklus.


In einigen Kulturen führen Männer eine symbolische Menstruation durch, indem sie sich in die Genitalien schneiden und so ihr Blut fließen lassen. Die australischen Aborigines schlitzen ihre Harnröhre auf voller Länge auf, um so symbolische Schamlippen zu formen und eine symbolische Menstruation herbeizuführen. Die Tatsache, daß Männer willens sind, dies zu tun, zeigt, daß die Menstruation einen empfundenen Nutzen hat, den die Männer nicht den Frauen allein überlassen wollen.


Was ist Menstruationsflüssigkeit? Die monatliche Absonderung besteht hauptsächlich - zu etwa zwei Dritteln - aus Blut. Das restliche Drittel ist Schleim, Teile der Gebärmutterschleimhaut und Zellen der Scheidenwand. Das Menstruationsblut unterscheidet sich vom normalen Körperblut einer Frau dadurch, daß es mehr Kalk enthält und keine Gerinnungsfähigkeit besitzt, da es durch den Muttermund hindurch und aus dem Körper fließen muß, ohne zu koagulieren. Ich glaube, daß der Kalk den erwünschten Effekt hat, daß die Menstruationsflüssigkeit sich außerhalb des Körpers schneller zersetzt. Des weiteren kann das Menstruationsblut Mikroorganismen enthalten, die Infektionen verursachen könnten, würden sie nicht aus der Gebärmutter ausgeschwemmt. Einige dieser Mikroorganismen scheinen aus dem männlichen Ejakulat zu stammen. Wir dürfen nicht vergessen, daß die Menstruationsflüssigkeit, bevor sie den weiblichen Körper verläßt, eigentlich den Zweck hat, ein neu gezeugtes Leben zu ernähren und zu beschützen - sie ist ein Sinnbild des Lebens. Die Menstruation und die Menstruationsflüssigkeit sind positive Symbole der weiblichen Fähigkeit, neues Leben in unsere Welt zu bringen.


Die einzigen negativen Aspekte der Menstruation resultieren aus dieser lebensspendenden Qualität. Da Menstruationsblut lebenserhaltende Bestandteile enthält, können die meisten Organismen es nutzen, um zu überleben und sich zu vermehren. Das bedeutet, daß potentiell schädliche Organismen im Menstruationsblut wachsen und sich vermehren können - wie in anderem Blut auch. Einige Bakterien sind zwar unschädlich, produzieren aber bei übermäßiger Vermehrung einen charakteristischen Geruch. Damit pathogene Bestandteile sich entwickeln und Geruch entstehen kann, bedarf es Zeit, Wärme, Feuchtigkeit und Nahrung. Ohne diese Voraussetzungen stellen Pathogene keine Gefahr für uns dar.


Wenn Menstruationsflüssigkeit den Körper ungehindert verläßt und nach dem Trocknen weggewischt wird, können weder Geruch noch eine Vermehrung von Mikroorganismen auftreten. Kommt das Menstruationsblut in Kontakt mit der Haut der Frau oder der ihres Partners, so stellt dies kein besonderes Gesundheitsrisiko dar (siehe Diskussion von Gesundheitsrisiken weiter unten). Dies gilt auch, wenn das Blut auf ein Handtuch oder Bettlaken tropft und die Feuchtigkeit verdunstet - jedoch nicht, wenn sich das Blut in einemTampon in der warmen feuchten Umgebung der Vagina oder in einer Binde mit Plastiklage sammelt, womöglich noch mehrere Stunden am Stück. Der weibliche Körper arbeitet am besten unter natürlichen Bedingungen.


Soll eine Frau den Gedanken an Sex - solo und mit einem Partner - während ihrer Periode akzeptieren, muß sie das Gefühl haben, daß es in Ordnung ist, „schmutzig“ zu sein. Üblicherweise ist es Frauen in unserer Gesellschaft nicht gestattet, etwas zu tun, bei dem sie sich schmutzig machen können, und Menstruationsflüssigkeit wird als unrein angesehen. Sie sollen ihre Kleidung nicht beschmutzen oder ihre Körperflüssigkeiten öffentlich sichtbar werden lassen. Frauen sollen ordentlich, sauber und frei von Körperflüssigkeiten sein - immer. Jungen und Männer sind schmutzig und ungepflegt, aber nicht Mädchen und Frauen. Etwas, das das Fernsehen allabendlich in unsere Köpfe hämmert, ist, daß eine Frau ihre Körperflüssigkeiten verbergen oder die Konsequenz - öffentliche Demütigung - ertragen muß. Daraus ergibt sich, daß keine Frau im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte es in Erwägung ziehen würde, während ihrer Periode sexuell aktiv zu sein - das zumindest sollen wir glauben. Es gehört eine gehörige Portion Mut seitens der Frau dazu, während dieser Zeit sexuell aktiv zu sein, wenn die Gesellschaft verlangt, sie solle sich verstecken - oder zumindest die Tatsache verstecken, daß sie menstruiert.


Soll eine Frau am Sex während ihrer Periode nicht nur teilnehmen, sondern auch Spaß daran haben, muß sie willens sein, „eine Schweinerei“ zu machen und „dreckig“ zu werden und - ganz wichtig - sich nicht darum zu kümmern. Sie muß in der Lage sein, ihre kostbare Binde oder ihren Tampon, der bisher ihr „Retter“ war, wegzuwerfen und ein völlig tadelloses Handtuch oder Bettlaken zu „ruinieren“. Sie muß wollen, daß ihre Körpersäfte mit den Dingen in ihrer Umgebung in Kontakt kommen - einschließlich ihres Partners. Eine Frau und ihr Partner dürfen keine Angst haben, mit Körperflüssigkeiten in Kontakt zu kommen. Sie sollte erkennen, daß das Leben weitergeht wie bisher und die Welt nicht untergeht, wie manche behaupten.


Für viele Frauen ist Sex während der Periode notwendig und wohltuend. Viele Frauen haben herausgefunden, daß einer oder mehrere Orgasmen während ihrer Periode helfen, Menstruationskrämpfe zu lindern. Der Grund dafür ist, daß die Gebärmutterkontraktionen während des Orgasmus helfen, das Menstruationsblut auszustoßen und die vom Hormon Prostaglandin verursachte Muskelspannung in der Gebärmuttermuskulatur abbauen. Viele dieser Frauen bedienen sich der Masturbation um einen Orgasmus herbeizuführen, weil sie denken, sie seien während dieser Zeit unattraktiv für ihren Partner - oder sollten es zumindest sein. Andere sind einfach nicht in der Stimmung für aktiven Sex mit ihrem Partner, wissen aber um die wohltuende Wirkung eines Orgasmus. Einige Frauen haben mehr Lust auf Sex während ihrer Periode und wollen auch Sex mit ihrem Partner. Während die einen Sex auf die Zeit nach ihrer Periode verschieben, suchen andere offensiv einen Sexualpartner. Dieser erhöhte Sexualtrieb ist die Folge hormoneller Veränderungen sowie vielleicht der Tatsache, daß die Frau sicher ist, nicht schwanger zu sein und es während ihrer Periode auch nicht so leicht zu werden - eine sexuelle Befreiung für alle. Manche Männer und Frauen fühlen sich vom Menstruationsblut angezogen und begehren ihre Partner besonders, wenn sie menstruieren; ein kleiner Vampirfetisch. Aus all diesen Gründen müssen Sex und die Menstruation Seite an Seite existieren.


Ich habe einige Frauen und junge Mädchen erlebt, die fragen, ob Masturbation während ihrer Periode in Ordnung ist. Sie möchten außerdem wissen, wie sie mit dem „Schmutzfaktor“ umgehen sollen. Masturbation während Ihrer Periode sollte nicht anders angesehen werden als während des gesamten monatlichen Zyklus. Wenn Sie es tun möchten, tun Sie es einfach. Leiden Sie unter Bauchkrämpfen während der Menstruation, greifen Sie ihren Lieblingsvibrator und suchen Sie sich ein ruhiges Plätzchen, um zum Orgasmus zu kommen. Obwohl ein Vibrator nicht unbedingt notwendig ist, könnte es sein, daß Sie aufgrund der Krämpfe nicht in der Stimmung sind, sich manuell bis zum Orgasmus zu stimulieren, oder Sie wollen einfach eine schnelle Erlösung von Schmerzen und Unwohlsein. Auf jeden Fall ist Masturbation während der Periode zwar nicht notwendig, aber normal und gesund.


Falls Sie Binden benutzen oder einfach Ihrer Menstruationsflüssigkeit erlauben wollen, natürlich zu fließen, können Sie in der Badewanne oder Dusche masturbieren, so daß Sie die „Schweinerei“ einfach wegspülen können. Eine andere Möglichkeit ist, daß Sie einige weiche Handtücher zu Ihren „Menstruationstüchern“ erklären. Haben Sie die Wahl, so entscheiden Sie sich für braune oder bunte Tücher, so daß die Blutflecken nicht so zu sehen sind, falls Sie das stören sollte. Weiße Handtücher erfüllen natürlich genauso ihren Zweck. Falls Sie keine Handtücher übrig haben und es sich nicht leisten können, welche zu kaufen, können Sie ein beliebiges saugfähiges Material verwenden. Nehmen Sie einige Menstruationstücher und legen Sie sie auf Ihr Bett, Ihr Sofa oder Ihren Stuhl und masturbieren Sie, wie Sie es gewöhnlich tun. Die stärkere Feuchtigkeit kann Ihnen sogar helfen. Wenn Sie fertig sind, sollten Sie nicht sofort aufspringen, um sich zu „reinigen“, sondern ein bißchen dösen, fernsehen oder essen.


Haben Sie das Gefühl, sich sofort waschen zu müssen, ist der emotionale Nutzen, keinen „Schutz“ zu benutzen, verloren. Außerdem tun Sie etwas, das nicht notwendig ist. Wenn Sie sich waschen müssen, halten Sie ein Handtuch an Ihre Vulva, während Sie ins Bad oder zum Waschbecken gehen. Ein wenig Wasser reicht zur Reinigung. Geben Sie die Handtücher in die Wäsche oder weichen Sie sie in kaltem Wasser ein, vielleicht mit etwas Bleiche oder Desinfektionsmittel. Wenn Sie sie nicht waschen können, hängen Sie sie zum Trocknen auf. Sobald Sie sich an diese andere Art, Ihre Menstruation zu erleben, gewöhnt haben, fühlen Sie sich vermutlich viel wohler mit Ihrem Körper und seiner Art zu arbeiten.


Ich weiß, daß Mädchen und Frauen, die Tampons benutzen, sagen werden: „Wozu sich mit dem Schmutz herumärgern?“, aber gerade das ist der Punkt: den Schmutz nicht zum Ärgernis werden zu lassen. Psychologisch wie soziologisch ist es nicht dasselbe, mit Tampon zu masturbieren oder das Menstruationsblut frei fließen zu lassen. Mit dem Gebrauch eines Tampons - auch wenn es sicherlich praktisch ist - tun Sie das, was die Gesellschaft von Ihnen verlangt, im Gegensatz zu dem, was natürlich ist. Sie werden sich und Ihre Menstruation positiver sehen, wenn Sie nicht das Gefühl haben, eine „Schweinerei“ zu machen oder etwas zu tun, was Sie nicht tun sollten. Es ist besser, wenn Sie sich keine Sorgen darüber machen, ob Menstruationsblut auf Ihren Körper und Ihre Umgebung gelangt - ohne „einfach“ einen Tampon zu benutzen. Der Nutzen der „freien“ Masturbation ist vielleicht subtil und mag sogar ein wenig im Dunkeln bleiben, aber er ist vorhanden. Das heißt nun nicht, daß Sie niemals während der Masturbation einen Tampon benutzen sollten - manche Frauen mögen nun mal einen Quickie an öffentlichen Orten.


Es kann zunächst eine große Herausforderung darstellen, Sex mit einem Partner während der weiblichen Periode zu haben. Es besteht die Möglichkeit, daß einer oder beide Partner das Gefühl haben, Sex und Menstruation paßten nicht zusammen und keiner der beiden das Thema anschneiden mag. Viele Frauen haben das Gefühl, etwas vor dem Partner verbergen zu müssen; sie denken, ihr Partner könne sie selbstverständlich während dieser Zeit nicht begehrenswert finden. Dies hat die gesellschaft sie ihr Leben lang gelehrt. Es ist manchmal schwer, diese Gefühle zu überwinden.


Der Partner einer Frau hat möglicherweise in der Vergangenheit keine Erfahrungen mit der Menstruation gesammelt; es wurde ihm verboten, und daher weiß er wenig oder nichts darüber. Dies gilt sowohl für männliche als auch für weibliche Partner: Eine Frau mag zwar ihre eigene Menstruation kennen, hat aber nie die einer anderen Frau erforscht. Natürlich haben wir ein bißchen Angst vor dem, was wir nicht kennen, weil sich vielleicht unbekannte Risiken dahinter verbergen. Von Männern wird erwartete, daß sie keine Angst zeigen; daher benutzen sie manchmal das Thema Menstruation, um Frauen und ihre Menstruation herabzusetzen. Sie verhalten sich wie unreife kleine Jungen. Frauen mögen zwar weniger freimütig sein, ihre Reaktion auf das Thema Menstruation ist aber unter Umständen kein bißchen besser. All dies trägt dazu bei, ein Hindernis für sexuelle Intimität während der Menstruation aufzubauen.


In einigen Paarbeziehungen gibt es überhaupt keine Schranken für Intimitäten während der weiblichen Periode. Da die Menstruation so regelmäßig auftritt, kreuzen die Wege von Sex und Menstruation sich früher oder später. Viele Frauen fürchten sich davor ein bißchen und sind dann erstaunt darüber, wie unspektakulär es doch ist. Frauen sollten sich hüten zu glauben, es sei ein großes Ereignis, wenn es denn passiert, und womöglich vor Intimitäten während ihrer Periode zurückzuschrecken. Heutzutage gibt es viele Männer und Frauen, die keine negativen Gefühle in Bezug auf die Menstruation hegen und für die es daher keinen Unterschied macht, ob ihre Partnerin menstruiert. Bisweilen sind es eigennützige Gründe, die eine Rolle spielen; sie wollen sich von ein wenig Blut nicht den Spaß am Sex verderben lassen. Es gibt eigentlich keinen Grund, warum ein Paar während der weiblichen Periode auf Sex und Beischlaf verzichten sollte.


Sex während der Periode der Frau passiert einfach - oder aber ein Paar hat das Bedürfnis, das Thema direkt anzusprechen. Dies kann geschehen, indem man Fragen stellt und aufrichtiges Interesse zeigt. Wenn der Partner tatsächlich Fragen stellt, sollte die Frau sie angemessen beantworten, selbst wenn sie nicht auf angemessene Weise gestellt wurden. Wenn der Partner einer Frau durch Fragen ein Interesse an der Menstruation kundtut, wird die Frau weniger das Gefühl haben, etwas verstecken zu müssen. Während Männer das Thema anschneiden können, sind Frauen vielleicht in der besten Position, aktiv zu werden und die Sache in die Hand zu nehmen, da es ihre Periode ist. Dies ist so eine Situation, in der es manchmal am besten ist, den Mann wie einen neugierigen kleinen Jungen zu behandeln. Das wichtigste ist, daß kein Partner annimmt zu wissen, wie der andere über dieses oder irgendein anderes Thema fühlt.


Ein Paar kann schon durch seine alltäglichen Verrichtungen den Sex während der Menstruation herbeiführen. Wenn die Menstruation ein natürlicher Teil ihres täglichen Lebens ist, ist sie viel eher auch ein natürlicher Teil ihres Sexlebens. Dies tut ein Paar, indem es sich eingesteht, daß die Menstruation bereits ein Teil ihres täglichen Lebens ist. Eine Frau kann dies ganz ungezwungen tun, indem sie erwähnt, daß sie eine heiße Dusche nimmt, um Bauchkrämpfe zu lindern, oder daß sie ein „Örtchen“ sucht, um ihre Binde oder ihren Tampon zu wechseln, statt zu sagen, sie muß mal „verschwinden“, wenn sie in der Öffentlichkeit ist. Eine Frau kann eine frische Binde oder einen Tampon auf dem Waschtisch plazieren, wenn ihr Partner mit im Bad ist, sie kann sogar Binde oder Tampon in der Gegenwart des Partners wechseln. Sie kann ihren Partner bitten, ihr eine Binde oder einen Tampon zu reichen, wenn er oder sie sie leichter erreichen kann. Ein Paar kann zusammen Binden und Tampons einkaufen gehen, wobei die Frau ihre Gründe für die Wahl der von ihr bevorzugten Marke erläutern kann. Jeder Partner kann während der Periode vorschlagen, eine gemeinsame Dusche oder ein gemeinsames Bad zu nehmen, da man sich dann keine Sorgen wegen des „Schmutzes“ zu machen braucht. In diesem Fall kann die Frau ihren Partner bitten, ihre Vulva zu baden, und gibt so ihrem Partner Gelegenheit, ihre Menstruationsflüssigkeit zu erforschen. Wenn ihr Partner gerade ihre Vulva gebadet hat und daher weiß, daß sie „sauber“ ist, findet sein Mund womöglich ganz natürlich den Weg zu ihrer Vulva. Eine Frau, die einen Tampon benutzt, kann das Rückholbändchen sichtbar zwischen ihren Beinen hängen lassen, wenn sie nackt herumläuft, anstatt ihn zwischen den Geschlechtslippen verschwinden zu lassen, wie einige Frauen meinen, es tun zu müssen. Eine Frau kann eine Binde in einer engen durchsichtigen Unterhose tragen, so daß die Binde gut zu sehen ist. Die Einstellung eines Paares zur Menstruation im täglichen Leben hat direkten Einfluß auf ihre Einstellung zu Sex während der Menstruation.


Einen Platz zum Sex mit dem Partner herzurichten ist nicht schwieriger als einen Platz für die Masturbation vorzubereiten. Sie müssen lediglich genügend Menstruationstücher ausbreiten, so daß zwei Personen darauf liegen können. Es gibt Paare, die einen Matratzenschoner über die Matratze legen und einen Satz Bettwäsche für den Sex während der Menstruation vorhalten. Es gibt auch Unterlagen aus saugfähigem Material mit einer Plastikschicht (Krankenhausbedarf). Was auch immer Sie benutzen, es sollte Ihnen ermöglichen, Sex zu haben, ohne direkt im Anschluß saubermachen zu müssen. Sie sollten kuscheln und einschlafen können, ohne an etwas anderes denken zu müssen.


Es ist nicht empfehlenswert, Menstruationsblut in die Matratze gelangen zu lassen, da in Verbindung mit Schweiß und Körperwärme die Gefahr besteht, daß Bakterien sich ausbreiten. Waschen Sie die Matratze mit kaltem Wasser und evtl. etwas Bleiche oder Desinfektionsmittel, wenn nötig.


Oralsex (Cunnilingus) ist die Form von Partnersex, gegen die Paare während der Menstruation vermutlich die größten Vorbehalte haben. Viele Leute haben schon zu „normalen“ Zeiten keine positiven Gefühle gegenüber der oralen Stimulation der weiblichen Genitalien, da diese oft als unsauber angesehen werden. Kommen dann noch die negativen Gefühle dazu, die viele Leute der Menstruation gegenüber hegen, erscheint ihnen der Cunnilingus noch unattraktiver. Durch das Vorhandensein der Menstruationsflüssigkeit ist die orale Stimulation der Frau während ihrer Periode ein anderes Erlebnis als während des restlichen Zyklus´. Der Geruch und Geschmack ihrer Vulva sind anders; Menstruationsflüssigkeit hat einen ganz eigenen Geruch und Geschmack. Außerdem kann es sein, daß die Menstruationsflüssigkeit nicht wässrig, sondern etwas dickflüssig ist. Daher ist es möglich, daß der Partner oder die Partnerin orale Stimulation während der Periode ablehnt. Einige Menschen können einfach kein Blut sehen! Obwohl Cunnilingus während der Periode völlig in Ordnung ist, wird es sicherlich Paare geben, die dies nicht praktiziern möchten, weil sie sich dabei unwohl fühlen.


Ein Paar kann sich zunächst an den Gedanken gewöhnen, während der weiblichen Periode Oralverkehr zu haben: Die Partner können etwas Menstruationsflüssigkeit mit den Fingern aufnehmen und sie untersuchen, riechen, sogar schmecken. Wenn ein Paar feststellt, dass es sich dabei wohlfühlt, wird es der Idee von Oralverkehr während der Periode offener gegenüberstehen. Wenn die Partner daran gewöhnt sind, Menstruationsflüssigkeit auf ihren Körpern zu haben, werden sie sich bei dem Gedanken, sie auf ihre Lippen und in ihren Mund zu bekommen, weit wohler fühlen.


While it is perfectly okay for two healthy people to engage in sexual activities during a woman's period, everyone is not as healthy as they may appear. There are dangerous and deadly pathogens that are transferred from one person to another when bodily fluids are exchanged. The exchange of blood can pose the greatest risk as blood can sustain the life of harmful pathogens. As a result diseases like hepatitis and AIDS are more easily transmitted when the blood of one person comes in contact the body and particularly the blood stream of another. If the blood of one partner comes in contact with an open cut or wound on another, the transfer of these harmful pathogens is more likely to occur. We cannot take this lightly since the resulting infection caused by these pathogens do kill and cause severe health problems. These are real risks with severe consequences.


As a result it is not wise for all couples to engage in all forms of sexual activity during a woman's period. Couples engaged in a short-term relationship, such as dating, should not exchange body fluids. In a casual dating relationship the only safe form of sex during a woman's period, or anytime, is mutual masturbation, since no physical contact takes place there is no exchange of body fluids. If a couple is not already exchanging body fluids then barriers need to be used to prevent this from occurring. This can be accomplished by using condoms, dental dams, and plastic wrap. Even if they are, menses may be pretty hard to contain. If a couple is exchanging body fluids, menses still increases the chances that pathogens are transferred from one partner to the other. Keep in mind that during most normal sexual activities minor injuries and bleeding occur and as a result there is always some risk involved when body fluids are exchanged. Sexual activity during a woman's period just increases that risk.


Parents of daughters who menstruate should be open to the ideas presented here and consider how they may make life better for her. Your daughter likely masturbates and may do so during her period. She may desire to do so even if she does not. She may not want to wear a "diaper" to bed and having menstrual towels available to her will open up other possibilities. Teens also experience menstrual cramps so a trip to your local department store to buy her some menstrual towels and a vibrating muscles massager may be appropriate. (A penis shaped vibrator is not necessary and probably would not be appropriate, and may be illegal in some areas, unless she specifically asks for one like that.) If a teen knows her parents have seen her menstrual towels, when washing them, she is less likely to feel embarrassed when menses stains her clothing or bed linen. If a girl's parents have a positive attitude towards menstruation she will likely share their attitude. The more positive your attitude towards menstruation, the less of a "problem" it is for you and your daughter.


* To help prevent confusion over what is meant by "menstrual towels," I am referring to what are generally called "bath towels" here in the US. They are used to dry yourself after bathing. They are made of soft cotton and are highly absorbent of moisture. They can be washed and used repeatedly as "menstrual towels," decreasing the need for disposable tampons and sanitary napkins which are not beneficial to the environment.

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